Manuela Waldner – InformatikerIn der Woche

"Informatik ist für den Endnutzer dann erfolgreich, wenn sie nicht mehr als solche wahrgenommen wird."


Manuela Waldner forscht am Institut für Computergrafik und Algorithmen der TU Wien und beschäftigt sich mit Informationsvisualisierung und der Interaktion von Mensch und Computer.

Woran arbeiten Sie zur Zeit?

Hit Lab, Manuela WaldnerMein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Informationsvisualisierung mit einem besonderen Augenmerk auf die Endnutzer. Auf der einen Seite untersuche ich die Wahrnehmung von visuellen Darstellungen abstrakter Daten. Auf der anderen Seite erforsche ich in einem neuen Projekt wie unstrukturierte Informationssammlungen von Wissensarbeitern, etwa Teile von Webseiten, PDF-Dokumenten oder auch E-Mails, visuell aufgearbeitet werden können, um die bereits gesammelte Information besser zu verstehen und effizient neue Informationen zu finden.

Was ist für Sie Informatik?

Informatik ist ein Werkzeug, das unsere heutige Form der Wissensarbeit, sozialen Interaktion und Mobilität erst ermöglicht. Informatik ist stark interdisziplinär und öffnet unendlich viele Möglichkeiten. Unsere Aufgabe als Wissenschaftler ist es, sinnvolle Möglichkeiten zu erforschen.

Was sind für Sie Herausforderungen der Gegenwart, bei denen Informatik helfen kann?

Informatik kann wohl bei allen Herausforderungen der Gegenwart eine mehr oder weniger sichtbare Rolle spielen. Auf der anderen Seite ist fraglich, welche großen Herausforderungen der Gegenwart ohne jegliche Unterstützung der Informatik überhaupt noch gelöst werden können.

Was haben Sie in der Auseinandersetzung mit Informatik gelernt?

Informatik ist für den Endnutzer dann erfolgreich, wenn sie nicht mehr als solche wahrgenommen wird. In anderen Worten: der Benutzer soll sich auf sein Problem konzentrieren können, die Technologie soll unsichtbar sein.

Warum sollten sich StudentInnen für Informatik entscheiden?

Die Anwendungsbereiche der Informatik sind sehr breit gefächert. InformatikerInnen müssen kreative Lösungen entwickeln um komplexe Probleme in den unterschiedlichsten Bereichen zu lösen. Nach einem Informatikstudium stehen den Studierenden viele Türen offen. InformatikerInnen sollten daher offen sein für ständig neue Herausforderungen.

Was fehlt der Informatik in Österreich?

Der Informatik in Österreich fehlt ein flexibler Rahmen zum spontanen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Einerseits fehlt der Wissenschaft oft der Einblick in die Praxis um neue Probleme zu identifizieren, andererseits könnte die Wirtschaft bei konkreten Problemen von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen noch stärker profitieren.



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