„Tagebuch der Informatikerin“ – Mädchen für Informatik begeistern

Mädchen interessieren sich für Informatik. Allerdings verlieren sie dieses Interesse oft, noch bevor sie die Möglichkeit haben, ein technisches Studium zu beginnen. Verschiedene Studien (siehe UNESCO: Cracking the Code, 2017) zeigen: Im Alter von 11 oder 12 Jahren sind Mädchen sehr an technischen Themen interessiert. Im Alter von 15 oder 16 Jahren hat dieses Interesse allerdings deutlich abgenommen. Ein Grund dafür sind Erwartungen und fehlende Rollenbilder. Auch wenn mehr und mehr Frauen als Informatikerinnen erfolgreich sind, so fehlen im Alltag vieler Mädchen Technikerinnen als positive Vorbilder.

Genau hier möchte die Aktivität „Tagebuch der Informatikerin“, Teil des Projekts ADA des Vienna Center for Logic and Algorithms der TU Wien, ansetzen. „Tagebuch der Informatikerin“ ist ein Workshop, der sich an Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren richtet. Anhand konkreter Rolemodels sollen Mädchen mit MINT-Themen und -Lebensläufen vertraut gemacht werden – und sie sollen auch Gelegenheit haben, über eigene Erfahrungen, Interessen und Sorge zu reden. Die Workshops werden von Informatikerinnen gemeinsam mit Schulen durchgeführt. Dabei können einzelne Klassen, Kleingruppen oder alle Mädchen einer Schule (im Zielgruppenalter) an den Workshops teilnehmen.  „Tagebuch der Informatikerin“ findet in Zusammenarbeit von Informatik Austria, OCG, eEducation Austria und EIS Education Studios des BMB und Future Learning Lab statt. Die Workshops starten im Jahr 2020 und finden bis 2022 jeweils von Januar bis Februar statt.

Mehr Information gibt es auf ada.wien oder am 20.1. im Future Learning Lab. Im Rahmen der Reihe hexagonal warden verschiedene Initiativen, NGOs und StakeholderInnen Aktivitäten rund um die Erforschung von Mädchen in MINT-Berufen in Österreich vorstellen. Die Veranstaltung trägt den Titel „Tagebuch der Informatikerin: Wie begeistert man Mädchen für Technik und Informatik?“. Dazu laden wir vor allem Lehrerinnen und Lehrer oder Mitglieder von Organisationen ein, die Interesse an den MINT-Feldern wecken wollen, weil sie die Notwendigkeit erkennen, die Spielfelder für Mädchen in MINT zu ebnen.

LehrerInnen und Schulen, die das Tagebuch der Informatikerin an ihre Schulen holen oder einfach mehr wissen wollen, können sich an Mihaela Rozman wenden (ada@tuwien.ac.at oder mihaela.rozman@tuwien.ac.at). Die Workshops dauern 45 Minute und können österreichweit im Jänner und Februar 2020 stattfinden.

 

Das Projekt ADA („Algorithmen denken anders“) steht für eine kreative Auseinandersetzung mit informatischem Denken, das alle Bereiche der Digitalisierung gestaltet, die für Innovation, Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind. Ada Lovelace (1815-1852), die ganz ohne Computer und rein durch informatisches Denken Geschichte als erste Programmiererin schrieb, ist Namensgeberin des Projektes ADA – Algorithmen Denken Anders. Um den Zugang zu und den Erwerb von Fähigkeiten aus dem Bereich der Informatik zu erleichtern, wird das Projekt die international gepriesene Lehrmittelsammlung „CS Unplugged” jetzt auch auf ADA.wien vollständig auf Deutsch veröffentlichen. Die Kapitel des Buches werden zwischen Januar 2020 und April 2020 monatlich veröffentlicht. Das ADA-Projekt bietet auch einen Anreiz zur kritischen Bewusstseinsbildung zu Technologie und Technologieentwicklung, etwa mit Aufgabenstellungen beim „Hackathon for Good AI”, der im Herbst 2020, 2021, und 2022 stattfinden wird. Außerdem bringt das Projekt durch die Veranstaltungsreihe „Tagebuch der Informatikerin” Jugendliche aus Universitätsstädten in Österreich in Kontakt mit weiblichen Vorbildern, die eine erfolgreiche Karriere in der Informatik gemacht haben.

Tagebuch der Informatikerin im Future Learning Lab 
20.1. 2020, 13-16h
Daumegasse 5, Haus 5 der PH Wien, 1100 Wien

 

 

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